Machbarkeitsstudie Neubau Baustoffhandel mit Dienstleistung, Gewerbe und Wohnen Zürich Binz

Officebuilding HGC Office Büro Büro- und Gewerbehaus Umbau remodeling sustainability nachhaltigkeit Gabriela Traxel Traxel Architekten
  • Lage
  • Ort Zürich
  • Projektstatus Studie
  • Programm Dienstleistung, Gewerbe und Wohnen
  • Mitarbeit Philippe Niffeler, Gabriela Traxel
  • Auftraggeber HG Commerciale
  • Bauingenieur Schnetzer Puskas Zürich
  • Kostenplanung ReBo & Partner Zürich
  • Landschaftsarchitektur Haag Landschaftsarchitektur Zürich

Ausgangslage

Die Parzelle der HG Commerciale an der Uetlibergstrasse 93, Zürich hat eine Grundstücksfläche von 8’362m2. Derzeit ist sie einer der traditionellen Standorte der HG Comerciale für den Baustoffhandel. Aufgrund der fortschreitenden Entwicklung im Quartier entstehen rund um das HGC-Grundstück Neubauten, wie zum Beispiel die zwei Neubauten der Stiftung Abendrot auf der westlichen Nachbarparzelle und das Hochhaus beim Buchmannareal. Die städtische Lage für einen Baumaterialhandel kann hinterfragt werden, soll derzeit aber am Tarditionsstandort erhalten bleiben. Es handelt sich bei diesem Grundstück um das älteste aus der Gründungszeit 1899 der HG Commerciale, welches historisch bedingt nicht zur Veräusserung steht. Die Parzelle grenzt im Norden an die Zeilenbauten entlang der Uetlibergstrasse und im Süden an das Gleisfeld. Im Osten liegt die UHA der SZU im Westen die neuen Wohnhäuser der Stiftung Abendrot. Der Neubau für die UHA der SZU ist um einiges länger als der Bestand. Der Betrieb der HGC ist mit dem Neubau in der heutigen Form nicht mehr möglich. So wurde mit dieser Machbarkeitsstudie evaluiert, was auf dem Areal und der neuen Parzellenform umgesetzt werden kann.

Es wird ein bereinigter Grenzverlauf mit einem ähnlich wertigen Landabtausch vorgeschlagen. An der Uetlibergstrasse kann ein volumetrisch präsenter Hofbau entstehen, welcher von öffentlichem und halböffentlichem Raum umspült wird. Südwestseitig bleibt genügend Platz, um einen Längsbau mit realistischer Bautiefe, bis an die Gleise zu stellen.

Situation

Das Areal liegt in zweiter Reihe zur Uetlibergstrasse und stösst im Südosten ans Gleisfeld der SZU und den Neubau der SZU Werkhallen. Die stadträumliche Betrachtung zeigt auf, dass sich das HGC-Areal an einem Ort der kontinuierlichen Entwicklung befindet. Der morphologische Massstabssprung zwischen der Uetlibergstrasse und den Geleisen ist charakteristisch: In der Nachbarschaft begegnen grosse Strukturen kleinmassstäblichen Bauten. Nutzungen verschiedenster Art stehen nebeneinander in einem ergänzenden Miteinander, die Stadträume sind informell.

Der öffentliche Fussweg kann zusammen mit einer möglichen Ersatzfläche für das Naturschutz Invetarobjekt entlang der Parzellengrenze zur Stiftung Abendrot und mit einem Fussgängersteg über die Geleise auf das Areal des Druckzentrum Zürich geführt werden. Der heutige Geländesprung zur Stiftung Abendrot soll dabei angeglichen werden. Mit einem neuen Trottoir entlang der Erschliessungsschlaufe im Nordwesten wird die Anbindung im Nordosten gesucht. Mit öffentlichkeitsorientierten Nutzungen im UG und der Gestaltung des Freiraums soll im Nordosten die Anbindung zum Bürogebäude der SZU und zum neuen Hochhaus am Bahnhof Binz erfolgen.

Untergeschoss 1

Im Untergeschoss werden zur SZU Gewerberäume und ein Café angeboten. Diese knüpfen auf dem tieferliegenden Niveau an das Quartier an. Ein Grossteil wird des Untergeschosses wird durch den Baustoffhandel beansprucht. Eine Rampe für aus dem Erdgeschoss hinunter in den Anlieferungs-/Abholbereich und anschliessend direkt wird nach oben. Eine Rampe für die Erschliessung der Tiefgarage führt aus dem Erdgeschoss hinunter und mündet in einen grossen Veloabstellraum. Die restlichen Flächen bieten Platz für Technik- und Abstellflächen für Wohnen und Gewerbe.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des Querriegels parallel zur Uetlibergstrasse wird der Hauptzugang zum Gewerbe angeboten. Die Wohnungszugänge passieren einerseits direkt von aussen, andererseits über eine offene Erschliessung an der östlichen Gebäudeecke auf das Dach des Baustoffhandels. Über zentrale Eingangshallen oder direkt von aussen werden die Treppenhäuser erschlossen. Die Halle des Baustoffhandels nimmt einen grossen Bereich ein. Ihre Ausfahrtsrampe mündet in den Vorbereich zur Uetlibergstrasse. Im Riegel parallel zur Stiftung Abendrot werden im Erdgeschoss Atelierwohnungen angeboten. Im kurzen Riegel zur SZU werden Gewerberäume angeboten mit Ausrichtung gegen aussen.

Obergeschoss 1

Auf dem Dach des Baustoffhandels wird einen Gemeinschaftsterrasse mit Blick in den Gleisraum angeboten. Im Querriegel werden alle gemeinschaftlichen Räume angeordnet um den Wohnhof zu beleben. Im Längs- und Kurzriegel werden jeweils durchgestossene Wohnungen angeboten, werlche über einen Laubengang um den Wohnhof erschlossen werden.

Obergeschoss 5

Der Querriegel parallel zur Uetlibergstrasse öffnet sich kammartig zum Hof und biete ab dem 2. OG eine optimale Orientierung für Wohnungen. Erschlossen werden sie aus zwei zentralen Treppenhäusern. Im Längs- und Kurzriegel werden jeweils durchgestossene Wohnungen angeboten, werlche über einen Laubengang um den Wohnhof erschlossen werden. Der Kurzriegel erhält hier ein Attikageschoss aufgrund seiner Positionierung auf dem tieferen Niveau.